Am 17. Januar verkündete das Bundesverfassungsgericht sein Urteil, ob die NPD verboten wird oder nicht. Die Entscheidung würde DIE Breaking News des Tages sein – das war so gut wie allen Journalisten in Deutschland klar. Entsprechend heiß waren sie darauf, als erste mit der Nachricht online zu gehen. Dabei waren zahlreiche als Qualitätsmedien bekannte Seiten früher mit der Nachricht draußen, als es sie überhaupt gab – und lagen damit falsch. Während Verfassungsrichter Andreas Voßkuhle noch den Antrag verlas, über den das Gericht urteilen sollte, meldeten etwa Zeit, Spiegel Online oder die ARD, die NPD sei verboten worden. Doch das Gericht erklärte wenige Minuten später, dass es genau das nicht tun werde. Das ist peinlich für den Qualitätsjournalismus – und ihm hoffentlich eine Lehre, Sorgfalt vor Schnelligkeit zu stellen.

Eine ausführliche Analyse hat der Branchendienst Meedia veröffentlicht.

Wir haben Spiegel Online auf frischer Tat ertappt: